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Ehrenamtliche und Projektträger blicken optimistisch in die digitale Zukunft. Eine Förderung über 223.000 Euro hat Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl (Mitte) jetzt an Dr. Andreas Knoblauch-Flach, Leiter des VHS-Zweckverbandes, übergeben. Das freut unter anderem auch Landrat Friedhelm Spieker.

Kurzüberblick

Die Realisierung des Projektes beinhaltet folgende 5 Module:

  • Modul 1: Auswahl- und Beteiligungsverfahren
  • Modul 2: Lern- und Medienecken
  • Modul 3: Digitale Dorf-Plattform
  • Modul 4: Schulung zum Dorf-Digital-Lotsen
  • Modul 5: Vernetzung und KommunikationAnlass der Maßnahme

Anlass des Projekts

Der ländliche Raum zeigt (infra-)strukturelle Mängel auf gegenüber urbanen Gebieten, durch fehlende Versorgungs- und Teilhabemöglichkeiten. Andererseits ist der soziale Zusammenhalt im ländlichen Raum häufig hoch; und seine Attraktivität nimmt zu aufgrund geringer Lebenshaltungskosten.

Und mit einer auskömmlichen Breitbandversorgung steht dem digitalen Wandel im ländlichen Raum nichts mehr entgegen.

Damit können und wollen Bürger*innen und Dörfer die Chancen der Digitalisierung nutzen, um ihre Heimat und ihr Leben auf dem Land selbstbestimmt und selbstorganisiert zukunftsfähig zu gestalten. Es geht ihnen um eine Nutzung digitaler Lösungen als probates Werkzeug, um die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse auf dem Land gegenüber der Stadt zu sichern und um die Renaissance des ländlichen Raums zu begleiten.

Die Module im Einzelnen

Modul 1: Auswahl- und Beteiligungsverfahren

Aus dem Kreis interessierter Dörfer im Kreis Höxter werden in enger Abstimmung mit den Kommunen 30 Dörfer durch ein transparentes Auswahlverfahren ausgewählt.

Modul 2: Lern- und Medienecken

  • 14 Dörfer erhalten für ihr Dorf einheitlich IT Equipment, mit dem eine Lern- und Medienecke eingerichtet werden kann.

16 der 30 beteiligten Dörfer haben ein derartiges Equipment bereits durch ein anderes Projekt erhalten.

  • 30 Dörfer entwickeln/erproben bedarfsgerechte Konzepte für die Nutzung ihrer Lern- und Medienecke durch die Dorfgemeinschaft

Modul 3: Digitale Dorf-Plattform

  • 30 Dörfer erhalten eine digitale Dorf-Plattform und erproben 6 digitale Anwendungen auf Basis der digitalen Dorf-Plattform:

1. Dorf-Website

2. Digitaler Marktplatz/Echtzeit-Kommunikation als App

3. Fürsorge- und Kirchenplattform

4. digitaler Dorf-Hilferuf

5. Immobilien-Plattform

6. App „Gut versorgt in….“

  • Bürger aus 24 Dörfern werden in einem Content-Management-System geschult, um die digitale Dorf-Plattform administrieren zu können.

Sechs der beteiligten 30 Dörfer verfügen bereits über das entsprechende Wissen.

Modul 4: Schulung zum Dorf-Digital-Lotsen

  • Je 2 Bürger pro Dorf (30×2=60 Bürger) werden als digitaler Dorf-Digital-Lotse geschult. Themen der Schulung sind:
    • Projekt- und Fördermittelmanagement ,
    • Freiwilligenmanagement, Öffentlichkeitsarbeit,
    • CMS, Datenmanagement, Office, Social Media Kommunikation.

Der Schulungsabschluss erfolgt mit einem trägereigenen Zertifikat.

Die Schulungen finden dezentral im Kreis Höxter statt. Mietkosten für fremde Unterrichtsräume sind nicht Bestandteil der Förderung.

Modul 5: Vernetzung und Kommunikation

  • 6 Vernetzungstreffen für Projektbeteiligte aus 30 Dörfern
  • Kooperation mit regionalen Partnern (z.B. GfW, Kommunen, Ehrenamts-stellen des Kreises, Kreisheimatpfleger, Berufskolleg, 3 Volkshochschulen, Landvolkshochschule Hardehausen und Stakeholdern
  • Kooperation mit überregionalen Partnern (z.B. Bertelsmann-Stiftung, BBE, Diakonie und Caritas Deutschland, Stiftung Digitale Chancen, Deutsches Institut für Erwachsenenbildung sowie Ministerien)
  • Positionierung des Projektes regional und überregional durch regelmäßige Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Halbjährliche Evaluierung
  • Organisation und Einbindung aller Dörfer im Kreis durch jährliche Multiplikatoren-Treffen zur Vermeidung von blinden Flecken
  • Erstellung Auswertung und Dokumentation sowie Übertragungsleitfaden für andere Dörfer/Regionen